Manuel, Florian und ich haben gestern kurzerhand beschlossen heute einen kleinen Spiele"nachmittag" zu machen - bevor Manuel wieder nach Wien abhaut um seinen Sommerjob in einer Telefonzentrale von irgendeinem Helpdesk (...boa, das alleine wäre eigentlich einen Eintrag wert
... "Have you tried turning it off and on again?!") hinter sich zu bringen. Er hatte sogar ein brandneues (bezogen darauf, dass wir es noch nie gespielt haben!) Brettspiel mit dabei: Banking!
Ich muss sagen, wir waren alle recht skeptisch, denn laut Manuel hat seine Schwester das Spiel vor zirka 10 (plus minus 5) Jahren gewonnen & seitdem wurde es .... einmal gespielt. Wenn das mal nicht vielversprechend ist
. Wir haben uns also die Regeln durchgelesen, alles aufgebaut und irgendwie recht schnell festgestellt, dass das Spiel aufjedenfall was für zahlen- bzw. geldgeile Menschen ist (wer hätte das gedacht....vorallem bei dem Namen
). Man kann bei Banking Aktien kaufen, Unternehmen kaufen, Immobilien kaufen, Edelmetall kaufen, Geld anlegen, Lebensversicherungen kaufen, Investmentbankingirgendwaskomisches machen....und und und! Dementsprechend sieht es dann auch am Tisch aus & arm ist der, der die "Bank" spielt, der braucht nämlich ungefähr den halben Tisch für sämtliche Karten, Geld & solchen Kram. Außerdem muss er immer selber händisch mitschreiben, wer wieviel % wovon angezahlt hat (man muss nämlich nicht immer den vollen Preis zahlen
).
Gleich darauf wird einem schnell klar, dass die Beschreibung entweder im benebelten Zustand entstanden sein dürfte, oder von der GS Documentation Group (ein Schelm wer hier an.... *piep*... denkt
) stammt. Es deckt sich nämlich recht wenig, beispielsweise steht in der Beschreibung man dürfe Betrag Y auf dem Feld X einziehen. Am Spielbrett selber steht aber ein völlig anderer Betrag. Dabei fällt mir gerade ein, ich glaube die Kärtchen sind auch von der Doku-Gruppe gemacht worden. Man achte dabei auf das Bild oben: Auf der Karte stehen die neuen Aktienkurse (also A, B, C) der jeweiligen Firmen (unterschiedliche Farben). Das ist super intuitiv geschrieben, hingegen weniger intuitiv ist, dass die Auflistung der Firmen falsch rum ist. Im Hintergrund sieht man die Karte, auf der der aktuelle Kurs dargestellt wird (die bunte Tabelle *g*), und wer genau hinschaut sieht, dass die gelbe & grüne Firma platz getauscht haben! Ja, ich weiß, manche mögen das Heulen auf hohem Niveau nennen, aber ganz ehrlich, wenn ein Spieler die Karte zieht, sagt er einfach die neuen Buchstaben der Kurse durch...und der Spiele der neben dem Kursbrett sitzt, trägt sie ein. Jeder normale Mensch würde einfach die Buchstaben der Reihe nach vorlesen, weil man annehmen würde, die Firmen werden schon in der richtigen Reihenfolge drauf stehen (zumal es die ersten Drei ja tun!).....
Naja, wie dem auch sei, zwei drei kleine Macken hat das Spiel schon, aber alles in allem muss ich wirklich zugeben, es hat Spaß gemacht. Wer hätte das gedacht. Allerdings, wer schon bei Monopoly schreiend davon rennt, ist bei Banking ziemlich fehl am Platz
.

